Erläuterungen

Angiosarkom:

Das Angiosarkom ist ein Sarkom, d. h. ein bösartiger Tumor der Stütz- und Bindegewebe, das vom Endothel von Gefäßen ausgeht. Es gehört zu den malignen vaskulären Tumoren. Geht die Geschwulst von Blutgefäßen aus, spricht man von einem Hämangiosarkom, bei Lymphgefäßen von einem Lymphangiosarkom.

Angiosarkome entwickeln sich häufiger in bestrahltem Gewebe nach Strahlentherapie. Sie können auch als Lymphangiosarkome der Lymphgefäße vorkommen, fast immer infolge eines chronischen Lymphödems, wie es nach Brustkrebs und anderen Krebsarten verbleiben kann (Stewart-Treves-Syndrom). Hier entstehen flache Veränderungen und blutende Knoten, aus denen sich Geschwüre entwickeln können. Diagnose, Therapie und Prognose sind analog den Angiosarkomen der Blutgefäße.

Angiosarkome der Haut erscheinen zuerst als rötliche Flecken, die sich später ähnlich Blutergüssen bläulich verfärben und schließlich geschwürig zerfallen können. Hämangiosarkome der Leber oder Milz können zu einer Anschwellung des Oberbauchs führen. Häufig bleiben Hämangiosarkome der inneren Organe – vor allem bei Tieren – jedoch lange unbemerkt und werden erst nach einer Ruptur des Tumors festgestellt, wobei die Patienten dann bereits in einem sehr kritischen Zustand sind.

Die Diagnose erfolgt über einen klinischen und histologischen Befund. Die Therapie ist in der Regel eine radikale Operation mit anschließender Bestrahlung und/oder Chemotherapie.

Die Prognose ist meist ungünstig. Die Fünfjahres-Überlebensrate hängt vom Grad der Differenzierung ab: Grad 1 (große Ähnlichkeit zu normalem Gewebe) bedeutet 80 % tumorfreies Überleben nach 5 Jahren, Grad 3 (kaum Ähnlichkeit zu normalem Gewebe) 10 %. G3-Sarkome wachsen sehr schnell und metastasieren früh.

Epigard:

EPIGARD® ist ein synthetischer Hautersatz, der zur temporären Deckung von Defektwunden sowohl die Prinzipien der Wundreinigung und Konditionierung als auch des infektionsabschirmenden Oberflächenschutzes erfüllt.

Es wird verwendet für folgende Indikationen:
Abdeckung, Reinigung und Konditionierung von Defektwunden
Vorbereitung von Hauttransplantationen

Vakuum-Therapie:

Die Vakuumtherapie (auch Vakuumversiegelung, Negative pressure wound therapy (NPWT) und andere) zur Wundheilung besteht aus einem Wundverschluss (Okklusion) in Kombination mit einer Drainage für Wundsekret und Blut, wobei ein Sog durch Unterdruck aufrechterhalten wird.

Die Namensgebung in der deutschen Sprache war unglücklich, weil kein Vakuum im eigentlichen Sinne, sondern verminderter atmosphärischer Druck angewendet wird. Eine bessere Bezeichnung des Verfahrens ist daher die Unterdruck-Wundtherapie.

Mittels einer Pumpe wird ein kontrollierter, örtlich begrenzter negativer Druck in einer Wunde erzeugt und dadurch der Heilungsprozess in chronischen als auch akuten Wunden möglicherweise beschleunigt, auf jeden Fall vereinfacht.[1] Dies geschieht durch das Absaugen von Wundsekret und der damit einhergehenden Säuberung der Wunde. Ein bestehendes Wundödem wird verkleinert sowie die Durchblutung in der Wunde gefördert. In weiterer Folge bildet sich Granulationsgewebe, und eine feuchte Wundbehandlung ohne Stau von Wundexsudat ist gegeben. Der Unterdruck kann kontinuierlich, intermittierend oder konstant sein.

Lappenplastik:

Bei großflächigen und tiefen Wunden greift man auf die Lappenplastik zurück. Ein Muskel oder Gewebestück wird dabei mit seinen Blutgefäßen entnommen und an der defekten Stelle wieder eingesetzt.

Lappentraining:

Nach einer Gewebeverpflanzung wird nach ca. 5 Tagen mit dem sogenannten Lappentraining begonnen. Das Bein oder der Arm beispielsweise dürfen dann nach unten gehangen werden, um das Blut zum Zirkulieren zu bringen und die Thrombosebildung zu verhindern. Nach dieser Maßnahme erfolgen dann weitere Mobilisierungen. Alle 4 Wochen ist eine Nachkontrolle nötig, um den Heilungsprozess verfolgen zu können. Nach 6 Monaten können dann kosmetische Ausbesserrungen, wie z.B. Fettabsaugung oder die Entfernung von überschüssger Haut, erfolgen, denn dann ist das Transplantat fest im Empfängergebiet übernommen worden.

 

Quelle: Alle Beschreibungen stammen von Wikipedia.org

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