Diagnosen

November 2016, Angiosarkome linker Arm:

Am 15.11.2016 ertastete meine Strahlentherapeutin bei einer Nachsorgeuntersuchung vier Gewebeverhärtungen unter bzw. über der Haut meines linken Armes. Mein Onkologe bestätigte den Verdacht einige Tage später, konnte jedoch im Ultraschall nichts Genaues erkennen und schickte mich daraufhin zu meinem Sarkomspezialisten.

Dieser ordnete umgehend ein MRT des gesamten Armes an. Bei der Untersuchung wurden eindeutig veränderte Gewebebereiche festgestellt. Zwei im Unter- und zwei im Oberarm. Diese wurden bei einer Biopsie am 07.12.2016 weitestgehend entfernt.

Die pathologische Untersuchung ergab erst einmal im Oberflächenbereich keinen Tumorbefund. Allerdings steht das immunhistologische und tiefengewebliche Ergebnis noch aus (das dauert bei einem Angiosarkom leider etwas länger). Aufgrund der starken Schmerzen im Arm besteht zusätzlich der Verdacht, dass ein Tumor eventuell in den Unterarmknochen gestreut haben könnte.

 

Februar 2016, Mammakarzinom:

Am 25.02.2016 fand der Radiologe bei meiner Mammographie ein auffällige Gewebeverdichtung in der rechten Brust. Die Diagnose sollte durch ein MRT der Brust genauer abgeklärt werden. Gerade bei meiner Vorgeschichte wollte mein Onkologe schnellstmöglich einen sicheren Befund vorliegen haben.

Das MRT am 27.03.2016 zeigte keine Auffälligkeit in der rechten Brust, dafür eine Kontrastmittelanreicherung in der linken Brust.

Der hinzugezogene Gynäkologe aus dem Agaplesion Diakonieklinikum war – nach Rücksprache mit drei weiteren Fachärzten – sicher, dass es sich im „besten Fall“ um ein kleines Mammakarzinom handelt, im „schlimmsten Fall“ um eine Absiedlung des Angiosarkoms.

Die Operation zur Entfernung des Tumors ist für den 20.04.2016 geplant.

Ziemlich genau ein Jahre nach meiner ersten Diagnose, ist nun also – aller Wahrscheinlichkeit nach – ein neues Krustentier bei mir eingezogen. Gerade, als ich schon auf dem besten Weg in ein wieder fast normales Leben war.

 

März 2015, Angiosarkom linker Unterschenkel:

Als meine Hautärztin mir im März 2015 erklärte, dass die Stelle an meinem linken Unterschenkel verdächtig aussähe und zur Sicherheit im Krankenhaus entfernt werden solle, dachte ich nicht im Geringsten daran, was dann folgen würde.

Im April 2015 erhielt ich nach der zweiten Operation die Diagnose Angiosarkom. Eine seltene und aggressive Form der Weichteilkarzinome. Ich war erst einmal total schockiert und wie gelähmt. Langsam gewöhnte ich mich an den Gedanken, jetzt „Krebspatientin“ zu sein und startete den Kampf gegen mein Krustentier.

Das Krankenhaus bemühte sich erfolgreich, alle erforderlichen Untersuchungen schnellstmöglich durchzuführen und nach drei Tagen war zumindest klar, dass keine Metastasen und kein Lymphknotenbefall vorliegen.

Sechs Operationen waren nötig, um alles Tumorgewebe zu entfernen und die offene Wunde mit einer Lappenplastik (Transplantation) zu verschließen.