„Kleine“ Sonntagsbeschäftigung

 

Als kreativer Mensch habe ich hin und wieder Ideen. Gerne dürfen diese dann auch umgehend, im Notfall schnellstmöglich, in die Tat umgesetzt werden. Kann ich dies selbst, präsentiere ich hinterher das Ergebnis. Meist bekomme ich dann Lob oder wohlwollende Kommentare dafür.

Der Satz „Schatz, ich hatte da eine Idee.“, nebenbei beim Fernsehen ausgesprochen, lässt meinen Mann jedoch aufhorchen und wird meist kommentiert mit „Oh nein, muss das sein. Du machst mir Angst.“ Betrifft dies doch immer Aktionen, die ich nicht selbst ausführen kann.

Ich weiß noch, wie unsere Wohnung gut zwei Wochen nach dem Umzug endlich etwas Wohnlichkeit angenommen hatte und ich eben diesen Satz Sonntag abends fallen ließ. Gerne wollte ich den „alten“ vorhandenen Laminatboden aus dem (vollständig eingerichteten) Wohnzimmer gegen unseren – noch reichlich – vorhandenen hochwertigen Holzboden aus der alten Wohnung austauschen und den – weniger hochwertigen – Boden dafür in der Küche verlegen. Das mit der Küche war kein Problem, wurde doch unsere Einbauküche erst einige Tage später geliefert und der Raum war leer. Das Wohnzimmer jedoch musste komplett ausgeräumt werden, bevor der Boden verlegt werden konnte.

Trotzdem kam mein mich (hoffentlich auch in dem Moment) liebender Ehemann – gemeinsam mit seinem Freund (unserem Fußbodenspezialisten) – meiner Bitte nach. Im Nachhinein waren alle Beteiligten glücklich über das Endergebnis.

Heute wurde meine Kreativität durch ein Telefonat mit meiner Freundin angefacht. Ihre Terrasse wollen sie neu gestalten. Der „alte“ Holzbelag solle runter und durch einen neuen wetterfesten ersetzt werden. Ihre eher rhetorisch gemeinte Frage, „Du kannst nichts mit dem Holz anfangen, oder?“ traf voll auf den fruchtbaren Boden meiner Kreativität und entfachte diese wie ein Waldbrand.

Eigentlich ist unser Balkon in Ordnung. Er hat einen intakten Steinboden und ist gepflegt. Aber, so ein Holzboden würde sich doch gut machen.

Da das Holz quasi auf uns wartete (also zur Abholung bereit lag), erklärte ich meinem ahnungslosen Mann, dass wir doch einmal kurz zu meiner Freundin fahren und etwas abholen könnten. Er kennt mich anscheinend zu gut und fragte, was er denn aus dem, was wir abholen würden, bauen solle. Leicht beschämt erklärte ich ihm, er müsse nichts bauen, nur verlegen…. Zum Glück nahm er es mit Humor, setzte sich mit mir ins Auto und fuhr die 13 km zu meiner Freundin.

Mein übersprudelnder Tatendrang steckte ihn an und knapp sechs Stunden später ist das Werk vollendet. Jetzt „nur“ noch lasieren und wir haben (fast) alles fertig.

Wenn ich es mir recht überlege, könnten wir im nächsten Schritt noch die unschöne Trennwand zu unserem Nachbarn verkleiden. Das werde ich ihm dann ganz schonend nächstes Wochenende beibringen. Bis dahin habe ich bestimmt schon eine tolle Idee, wie ich es haben möchte…. 😉

 

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2 Gedanken zu “„Kleine“ Sonntagsbeschäftigung

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