1. Kommt alles anders

und 2. als man plant….

Erst einmal danke ich Euch ganz herzlich für Eure lieben Wünsche und Kommentare zu meinem letzten Post!

Pünktlich um 7:30 Uhr melde ich mich in der Gynäkologie an. Die nette Schwester drückt mir meine Unterlagen in die Hand und schickt mich gleich runter zum MRT.

Jetzt soll der Moment kommen, vor dem das Weichei schon seit gestern Abend zittert…. Die Drähte für die Kennzeichnung des Tumors sollen in die Brust gesetzt werden.

Die Gynäkologin wartet schon auf mich und erklärt mir, dass es noch gar nicht sicher sei, ob ich heute operiert werde. Sie wolle erst noch einmal die genaue Lage des Tumors kontrollieren und dann würde sie gemeinsam mit zwei weiteren Spezialisten beraten, ob eine OP sinnvoll sei oder ob es weitere Behandlungsoptionen gäbe.

Etwas irritiert legte ich mich in Position und harre der Dinge.

Das MRT dauert fast doppelt solange wie sonst und am Ende gibt es keine Drähte, sondern den Beschluss des „Ärzterates“, KEINE OP heute. Ich darf gleich wieder nach Hause.

Einerseits jubelt das Weichei, andererseits bin ICH beunruhigt und verwirrt. Mein erster Gedanke: Jetzt sagen sie Dir gleich, „inoperabel, Sie haben noch ein paar Monate, regeln Sie mal alles in Ruhe.“

Zum Glück war die Erklärung sehr viel harmloser. Der Tumor ist sehr klein und liegt an einer Stelle, die schwer zugänglich ist. Bei der Operation würde viel mehr „zerstört“ werden, als nötig. Deshalb wurde angeregt, erst einmal Bestrahlungen durchzuführen, in der Hoffnung, „Krebsi“ macht sich ohne operativen Eingriff vom Acker (meine Wortwahl). Nach drei Wochen wird ein weiteres MRT gemacht, um zu sehen, ob die Behandlung anschlägt. Wenn nicht, muss ich doch noch unters  Messer….

Mir wurde alles wirklich super erklärt und alle Eventualitäten erläutert. Die Erklärung schien mir logisch und, da ich meinem Arzt nahezu blind vertraue (er ist einfach gut und kompetent), habe ich dem Vorschlag der Ärzte zugestimmt und werde am Montag mit meiner Strahlentherapeutin alles weitere besprechen.

Ich hoffe, das war die richtige Entscheidung und schaue jetzt, was in drei Wochen ist.

Um 11:00 Uhr habe ich dann – statt in den OP geschoben zu werden – mit Thorsten bei einem ausgiebigen Frühstück gesessen. Das auf jeden Fall war sehr schön!

 

 

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