Akrobatischer Grundkurs, Teil 2

Alle Schläuche wurden heute gezogen (fünf Stück) und der Katheter ist auch weg. Wovor ich so viel Angst hatte, erwies sich als relativ unspektakulär. Sicher war es nicht angenehm, als die Schwester einen Schlauch nach dem anderen herauszog, aber es hat wenigstens nicht weh getan.

Eine Annehmlichkeit des Blasen-Katheters ist, dass man nicht zur Toilette muss, sondern einfach „laufen lassen“ kann. Da das nun nicht mehr geht, ich aber noch nicht aufstehen darf (außer zum Lappentraining) wurde mir ein Hilfsmittel zur Verfügung gestellt.

Der TOILETTENSTUHL.

Mir wurde genau erklärt, dass ich es tunlichst unterlassen solle, beim „Besteigen“ des Stuhls mein linkes Bein anzuspannen oder gar am Bett abzustützen.

Was sich in der Theorie so leicht anhört, erweist sich in der Praxis als echte Herausforderung.

Mein rechter Arm scheidet zum Abstützen nahezu aus, da er durch die Gewebe- und Muskelentnahme am Rücken stark entkräftet und zusätzlich nicht sehr reaktionsfreudig ist. Bleiben also zur Unterstützung linker Arm und rechtes Bein.

Ich habe noch nie so sehr gehofft, nicht auf die Toilette zu müssen, wie jetzt gerade….

Irgendwann aber tritt das Unvermeidliche ein. Fast zehn Minuten hat es gedauert, um mich in Position zu bringen, zum Glück habe ich rechtzeitig mit den „Vorbereitungen“ begonnen. 😀

Weitere zehn Minuten brauchte ich zur Rückkehr in mein Bett.

Danach war ich so erledigt, dass ich erstmal eine Stunde geschlafen habe.

 

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