Geburtstag

Kurz vor meiner Operation nächste Woche hatte ich heute einen wunderschönen Tag mit meiner Mutter.

Sie ist 81 Jahre alt geworden und wir haben aus ihrem Geburtstag einen Mutter-Tochter-Tag gemacht. Ich genieße diese – leider viel zu seltenen – „normalen“ Tage.

Da lange Spaziergänge, sowohl bei meiner Mutter als auch bei mir, ausscheiden, haben wir uns ein leckeres Mittagessen in unserem Lieblingsrestaurant gegönnt und anschließend bei Eiskaffee und Torte die Sonne genossen.

Seit mein Vater vor sechs Jahren verstorben ist, sind wir noch ein bisschen enger „zusammen gerückt“.

Dass meine Mutter meine Erkrankung verdrängt und nicht darüber sprechen möchte, akzeptiere ich mittlerweile. Manchmal fällt es mir schwer, keine böse Antwort zu geben, wenn sie mich zum – gefühlt – 100. Mal fragt, wann ich denn nun endlich wieder gesund wäre.

Sie ist halt, wie sie ist und sicherlich setzt da auch ein natürlich Schutzmechanismus ein. Immerhin hat sie drei Jahre lang hautnah miterlebt, wie mein Vater mehr und mehr von der Parkinson-Erkrankung gezeichnet wurde und schließlich starb.

Ich möchte ihr nicht böse sein, sondern lieber jeden Tag genießen, an dem ich sie noch habe. So, wie eben heute.

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