Echte geballte Kompetenz

Da ich ein sehr organisierter Mensch bin, mag ich es, einen Plan zu haben.

In meinem Leben gibt es Pläne für eine ordentliche saubere Wohnung, das Erledigen  von Büroarbeiten und vieles mehr. Und ab heute gibt es auch endlich einen Plan, das Krustentier zu verbannen.

Der Termin bei dem Spezialisten war ein voller Erfolg. Von der ersten Sekunde an wusste ich, jetzt geht es voran, es passiert etwas und es wird gut werden.

Nur ein kurzer Blick auf mein Bein und er wusste was zu tun war. Er verschaffte sich einen kurzen Überblick durch Telefonate mit dem Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses sowie meiner Strahlentherapeutin und vereinbarte kurzerhand für heute Nachmittag einen Termin mit einem plastischen Chirurgen seines Vertrauens. Dann schaute er in seinen Kalender und gab mir einige freie Termine mit auf den Weg. An einem dieser Tage solle der plastische Chirurg mit ihm zusammen die OP durchführen.

Auch er schließt sich der Meinung der Tumorkonferenz an: Großzügig nachschneiden, Knochenhaut entfernen und anschließend mit Gewebe, Muskeln und Arterien aus dem Rücken transplantieren.

Ein zweites Erfolgserlebnis war der Termin am Nachmittag. Herr Dr. Wittig aus dem Agaplesion in Hamburg-Eimsbüttel teilte die Auffassung seines Kollegen. Einzig die Entnahmestelle des Transplantates diskutierte er mit seinem Assistenzarzt. Er bevorzugte den Oberarm.

Zumindest solange, bis ich ihm diesen zeigte und er zugeben musste, dass ein verzerrter Buddha auf dem Unterschenkel doch eher unschön aussehen würde. 😀

Wer denkt auch schon beim Tätowieren daran, dass irgendwann genau diese Stelle für eine Transplantation benötigt werden könnte….

Nachdem auch mein linker Oberarm sowie mein unterer Rückenbereich aus den gleichen Gründen ausscheiden, haben wir uns für den rechten oberen Rückenbereich entschieden.

Ich bin so froh, dass ich den geplanten Tattoo-Termin wegen des ersten Krankenhausaufenthaltes abgesagt habe. Sonst hätte demnächst ein hinduistischer Gott mein Schienbein geziert….

Am 23.06.2016 wird die erste Operation stattfinden. Und ca. 10 Tage später erfolgt dann die Transplantation. In der Zeit dazwischen darf ich wieder eine Vakuumpumpe in meiner Jogginghose verschwinden lassen.

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